Tennisbaelle Info

Tennisball - Info - Tennisbälle

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Anforderungen an einen Tennisball
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bedenkt man, daß im Spitzentennis der Ball mit bis zu 240 km/h schnell wird, kann man sich vorstellen, was ein Tennisball auszuhalten hat, mit welcher Kraft und Geschwindkeit auf den Tennisball "eingeprügelt" wird, der sich unter dieser Krafteinwirkung dann auch bis ca. 20 mm verformt. Dies müssen Tennisbälle über die Dauer eines gesamtes Matches aushalten, ohne daß sich Oberfläche, Druck und Sprungverhalten merklich verändern.
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Entstehung von Tennisbällen
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bis ein Tennisball fertig ist, sind 20 Fertigungsschritte notwendig. In großen Heizpressen wird eine spezielle Kautschukmischung, erhitzt und zu Halbschalen geformt. Daß die genaue Rezeptur von jedem Hersteller geheimgehalten wird ist verständlich, da sie maßgeblich ist für Qualität und Sprungkraft der Tennisbälle. Die Halbschalen werden dann verklebt und anschließend miteinander verschweißt. (Tennisball mit Innendruck: Rohling wird mit einem Luft-Innendruck von 1,3 bar gefüllt)
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Nach ein paar Tagen Ruhezeit werden die Oberflächen der schwarzen Gummiball-Rohlinge aufgerauht und mit speziell ausgestanzten Filz-Zungen beklebt, die mit einem weiteren Vulkanisierungsvorgang untrennbar mit dem Kautschuk verbunden werden.
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Haltbarkeit von Tennisbällen
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auch der Filz der Tennisbälle spielt bei deren Haltbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. Ein billiger 1B-Filz ist schon nach wenigen Stunden abgespielt, der Ball nahezu "nackt" und nicht mehr spielbar. Die Entscheidung für unsere 1A-Bälle ist auch wirtschaftlich immer dann von Vorteil, wenn die Bälle häufig im Einsatz sind. Für Ballmaschinen reichen dagegen unsere preiswertesten drucklosen Bälle, z.B. der ARP Apollo aus.
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Technische Daten
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Gewicht und Durchmesser: Das Gewicht von Tennisbällen muß nach den Bestimmungen der ITF 2,000 oz (56,7 g) bis 2 7/16 oz (58,5 g), der Durchmesser 2,5 inches (6,35 cm) bis 2,5 inches (6,67 cm) betragen. Er muß außen gleichförmig und nahtlos sein, als Farbe wird heute für offizielle Spiele ausschließlich gelb verwendet.
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Sprunghöhe: läßt man einen Tennisball aus einer Höhe von 100 inches (2,54 m) auf eine betonierte Unterlage fallen, so muß dieser eine Sprunghöhe von 53 inches (134,62 cm) bis 58 inches (147,32 cm) aufweisen.
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was für Tennisbälle gibt es ???
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vom Prinzip her unterscheiden wir zwei Arten Tennisbälle: erstens den Tennisball mit Innendruck und zweitens den drucklosen Tennisball. Grundlegende  Unterschiede zwischen Turnier- und Trainingsbällen gibt es nicht, auch wenn dies häufig so geschrieben wird, die Unterschiede sind ausschließlich im Bereich der Fertigungsqualität zu sehen, 1A-Qualitäten werden als Turnierbälle, die mindere 1B-Qualitäten (z.B. weniger rund, leichte Naht- und Filzfehler) preiswerter als Trainingsbälle angeboten.
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Die Tennisbälle der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich in Sprungverhalten und Spieleigenschaften zum Teil erheblich, weshalb wir empfehlen, die letzten zwei Wochen vor den offiziellen Medenspielen mit den Originalbällen zu trainieren. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte, wenn häufiger als 1 x pro Woche gespielt wird, auf jeden Fall mit einem guten Druckball trainiert werden.
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Turnierbälle: bei Turnier- oder Championsship-Tennisbällen handelt es sich um 1A-Qualitäten der jeweiligen Hersteller, die für den Turnierbetrieb zugelassen sind und den Anforderungen des ITF zu 100 % entsprechen müssen. Heute werden überwiegend Tennisbälle mit Innendruck gespielt, weshalb auf großen Turnieren die Bälle nach 7 bzw. 10 Spiel bereits gewechselt werden.
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Tennisbälle DTB: sind Turnierbälle, die mit einem Stempel des DTB versehen und für offizielle Medenspiele zugelassen sind. Ein Teil des relativ hohen Preises wird von der Herstellern an die jeweiligen Landesverbände abgeführt, die sich teilweise aus diesen Einnahme finanzieren.
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Trainingsbälle: Trainingsbälle an und für sich gibt es eigentlich nicht. Als Trainingsbälle werden häufig drucklose Bälle bezeichnet, oder auch die 1B-Qualitäten der Turnier- bzw. die der DTB-Bälle
Methodik-Bälle: Methodikbälle werden besonders leichte Tennisbälle genannt, die zumeist aus einem soften Vollmaterial bestehen. Diese Ballart ist erheblich langsamer als eine normaler Tennisball, somit ideal um Kinder und Anfänger an das Tennisspielen heran zu führen. Methodikbälle gibt es in verschiedenen "Gewichtsklassen", der Easy Play mit ca. 40 g ideal für das Kleinfeld und den Low Energy mit ca. 50 g für die nächste Powerstufe.
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1. Tennisbälle drucklos
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wie der Name schon beschreibt herrscht im Innern dieser Tennisbälle kein Über-Druck, vielmehr ist es die relativ dicke Halbschale, die für die Sprungeigenschaften des Balles verantwortlich ist. Drucklose Tennisbälle verformen sich aufgrund der Dicke der Kautschuk-Hülle weniger elastisch und vermittelt somit in aller Regel ein deutlich härteres Spielgefühl, als der Tennisball mit Inndruck.
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Vorteile: der größte Vorteil des drucklosen Balles liegt, neben dem etwas günstigeren Preis, in den konstanten Sprungeigenschaften, die sich über Monate nicht verändern, so daß diese Ballart für Wenigspieler und für Tennistrainer/Tennisschulen ideal sind. Drucklose Tennisbälle können auch sehr lange (bis zu 24 Monate) abgedunkelt aufbewahrt werden, ohne sich wesentlich zu verändern.
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Nachteile: der größte Nachteil des drucklosen Balles sind dessen harte Spieleigenschaften, die dem einen oder anderen Spieler buchstäblich auf den Arm gehen und zusammen mit alten und somit starren Saiten, sowie einer häufig nicht ausgereiften Schlagtechnik die Hauptursache für den schmerzhaften "Tennisarm" darstellen. 
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Besonderheit: eine Besonderheit stellt hier der Tretorn Micro X dar, der anstelle Überdruck mit elastischen "Flocken" gefüllt ist und dessen Wände deshalb auch dünner und somit elastischer gehalten werden können. Vom Spielgefühl her liegt der Micro X zwischen einem "normalen" drucklosen Ball und den Bällen mit Innendruck.
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2. Tennisbälle mit Innendruck
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die Halbschalen von Tennisbällen mit Innendruck sind in aller Regel deutlich dünner und somit elastischer als die der drucklosen Bälle. Für das Sprungverhalten ist primär der Innendruck der Bälle verantwortlich, jeder hat schon Tennisbälle in der Hand gehabt, die sprichwörtlich "platt" waren, deren Oberfläche sich mit dem Daumen recht einfach eindrücken lassen.
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Verständlich wird dies wenn man weiß, daß die Bälle mit 1,3 bar = Überdruck gefüllt werden und im Laufe ihres Balllebens nach und nach Luft verlieren, wie wir dies auch von jedem Fuß- oder Handball kennen. Deshalb werden Druckbälle auch unter Überdruck in Blech- oder Plastikdosen verpackt, da die Bälle ansonsten 0,1 bis 0,2 pro Woche verlieren würden, der Ball würde also ansonsten bereits platt beim Kunden ankommen. Im Laufe eine Matches bzw. eines 2-stündigen Trainings verlieren die meisten Bälle auch 0,1 bis 0,2 an Druck, weshalb sie häufig nach 3-4 Wochen auch fürs Training nicht mehr geeignet sind (1B-Bälle verlieren den Druck häufig schneler als 1A-Qualitäten)
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Überragend gut hält übrigens der weitgehenst unbekannte ARP-STU Tennisball den Druck, was ihm auch im Test 2004 bestätigt worden ist (siehe Testbericht unten).
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Vorteil:  der große Vorteil des Tennisballes mit Innendruck ist in dessen softeren Spieleigenschaften zu sehen, die zumeist deutlich mehr Gefühl und Touch vermitteln
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Nachteil: der größte Nachteil der Tennisbälle mit Innendruck ist das Nachlassen des Innendruckes und somit die Veränderung der Spieleigenschaften innerhalb weniger Trainingseinheiten bzw. Wochen, und dem - nicht zuletzt hieraus resultierenden höheren Verbrauch.
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 Copyright Johann Bischof
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Unsere Empfehlung: trainieren Sie First Class mit dem 1A-Super-TUnierball von ARP, den Sie im Fachhandel nicht gibt. Wie im Test auch schon beschrieben wird, sind Druckverlust und Filzverschleiß auch nach 6 Wochen gering. Tennisschulen verwenden diesen Tennisball mit Innendruck bis zu 3 Monate im harten Trainingsalltag, wir kennen keinen Druckball, der vergleichbar lange gespielt werden kann.
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hier noch ein Link zum Video über die Produktion von Tennisbällen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=siQ-Oc0Vf0s
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